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Wespennester entfernen ist keine Aufgabe der Feuerwehr

Lkr. Traunstein. Sommerzeit ist Wespenzeit. Mit dem Höhepunkt des Sommers nimmt die Zahl der Wespen und Hornissen zu, die als ungebetene Gäste eine gemütliche Kaffeerunde oder einen Grillabend zur Plage machen können. Bei den Feuerwehren häufen sich in diesen Tagen deshalb auch die Anfragen, ob störende Wespen- oder Hornissennester beseitigt werden können. Das Entfernen der Insektenbehausungen ist jedoch nicht Aufgabe der Feuerwehr. „Wir Feuerwehren sind nicht zuständig“, erklärt Kreisbrandrat Christof Grundner. „Dafür sind gewerbliche Schädlingsbekämpfer der richtige Ansprechpartner.“

Die Insekten nisten gerne in Dachböden, Rollladenkästen oder hinter Wandverschalungen und errichten dort beeindruckende und bedrohlich wirkende Nester. Bei deren Beseitigung müsse jedoch unbedingt auf artenschutzrechtliche Belange geachtet werden, wie der Kreisfeuerwehrchef betont. Einige Arten sind streng geschützt und dürfen nicht einfach abgenommen und entfernt werden. Deshalb bittet der Kreisfeuerwehrchef sich an Schädlingsbekämpfer zu wenden, wenn es um die Beseitigung geht. Sie sind dafür die fachmännischen Ansprechpartner. Darüber hinaus stehen beim Landratsamt Traunstein qualifizierte Berater zur Verfügung. Anrufer, die wegen lästiger Wespen oder deren Behausungen bei der Integrierten Leitstelle Traunstein (Rettungsleitstelle) um Hilfe bitten, werden im ersten Schritt auch an die Berater im Landratsamt oder an die Schädlingsbekämpfer verwiesen. „Nur wenn unmittelbar Gefahr in Verzug ist und Leib und Leben bedroht sind, wird die Feuerwehr alarmiert, um Hilfe zu leisten“, so Grundner. Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein bittet deshalb die Bürger um Verständnis, wenn die Beseitigung der Wespen- oder Hornissennester von den örtlichen Feuerwehren abgelehnt wird. Nur bei unmittelbarer Gefahr für Menschen wird die örtliche Feuerwehr anrücken und versuchen Abhilfe zu schaffen. Zudem rät Grundner zu mehr Gelassenheit mit den „schwarzgelben Viecherl“. Wespen sind entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht aggressiv und greifen Menschen nicht an. Es bestehe kein Grund zur Panik oder für einen Notruf, wenngleich Personen, die auf Insektenstiche allergisch reagieren, besonders vorsichtig sein sollen. Weitere Informationen zum Thema „Wespen und Hornissen“ sind auf der Homepage des Landkreises Traunstein www.traunstein.com zu finden.

Text: Peter Volk

http://www.traunstein.com/wTraunstein/verwaltung/aemter/sg414/hornissenberatung.php

 

Jugendanwerbetag 2018

Petersfeuer 2018

Jugend

Jahreshauptversammlung 2017

„Ihr steht 24 Stunden für den Ernstfall parat“

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tengling – Verabschiedung von Erwin Hirschpoltner

(Quelle: Südostbayrische Rundschau)

Rund 50 Feuerwehrleute waren der Einladung der Vorstandschaft zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tengling ins Gasthaus „Neuwirt“ gefolgt. Als Ehrengäste begrüßte Vorsitzender Andreas Kraller neben Bürgermeisterin Ursula Haas die Vertreter der Nachbarfeuerwehren sowie Kreisbrandinspektor Günter Wambach und Kreisbrandmeister Georg Fleischer.

Als einen, „der für die Feuerwehr lebt und der uns recht abgeht“, hieß Andreas Kraller den seit 2007 aktiven Feuerwehrkollegen Erwin Hirschpoltner am Tisch der Ehrengäste willkommen. Wenn die Vorstandschaft den überaus engagierten Feuerwehrkollegen auch „nur ungern gehen lässt“, kamen Vorsitzender Andreas Kraller und Kommandant Florian Reiter um die Verabschiedung von Erwin Hirschpoltner aus der Freiwilligen Feuerwehr Tengling nicht herum. Nach einigen Jahren der Doppelmitgliedschaft in Tengling und Tittmoning verlässt Hirschpoltner seine Heimatfeuerwehr, um sich voll und ganz seinem Amt als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tittmoning widmen zu können. Mit einem aus Bildern der vergangenen zehn Jahre zusammengestellten Fotobuch bedankten sich Andreas Kraller und Florian Reiter für die unzähligen von Erwin Hirschpoltner für die Tenglinger Feuerwehr geleisteten Stunden und entließen ihn schweren Herzens an die Tittmoninger, „die mit ihm einen Glücksgriff gemacht haben“.

Sogleich fasste Kommandant Florian Reiter in seinem Jahresbericht Informationen aus den Bereichen Personelles, Material, Einsätze sowie Ausbildung und Leistungsabzeichen zusammen. Aktuell verfüge die Freiwillige Feuerwehr Tengling über 53 Aktive, wovon elf weibliche Einsatzkräfte und vier Jugendfeuerwehrler seien. Die Anzahl der passiven Mitglieder habe sich mit fünfzehn Neueintritten auf 136 erhöht. Als neue Werkzeuge seien bereits eine neue Rettungsschere und ein Spreizer zur Rettung von Opfern bei Verkehrsunfällen im Einsatz. Für mehr Sicherheit sorgen zwei zusätzlich angeschaffte Atemschutzgeräte mit praktischem Tragegurt.

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„Wasser marsch“: Abwechslungsreiches Ferienprogramm bei der Tenglinger Feuerwehr

Einen Tag bei der Freiwilligen Feuerwehr Tengling erleben 25 Buben und Mädchen im Rahmen des gemeindlichen Kinderferienprogramms. Die zwölf Betreuer des Feuerwehrvereins hatten sich wieder allerlei einfallen lassen, um bei den daheim gebliebenen Kindern für viel Spaß und Kurzweil zu sorgen. Neben Löscharbeiten und Kommandos wie „Wasser marsch“ stand für die kleinen „Nachwuchs-Feuerwehrler“ auch eine Fahrt mit dem Löschfahrzeug auf dem Programm. Ihr Geschick konnten die Buben und Mädchen beim Spritzen mit dem Feuerwehrschlauch und der Kübelspritze demonstrieren, mit der ein kleines Holzhaus gelöscht sowie Tennisbälle von Verkehrsleitkegeln herunter gespritzt wurden. Mit Magneten fischten die Kinder Metallblättchen aus dem Dorfbach und die Süßigkeiten-Schleuder gab ihren feinen Inhalt nur dem preis, der mit einem Tennisball exakt eine Zielscheibe traf. Würstel und eine Dusche unter dem Feuerwehrschlauch rundeten den gelungenen Nachmittag ab.

Jahreshauptversammlung 2016

Auf ein ruhiges Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr Tengling anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Wie Kommandant Florian Reiter informierte, rückten die Floriansjünger zu 16 Einsätzen aus. Im Rahmen dieser Alarmierungen mussten von den Aktiven mehr als 830 Einsatzstunden abgeleistet werden.

Das Jahr 2016 war gerade einmal zwölf Minuten alt, als die Aktiven erstmals ausrücken mussten. Doch der unklare Feuerschein über St. Coloman war wohl mehr einem Silvesterräuscherl geschuldet. Wesentlich ernster gestaltete sich indes die Situation am 1. Juni, als Hochwasser aufgrund der anhaltenden Regenfälle drohte, in Hennhart einen Keller zu überfluten.

Gleich zu zwei Großbränden innerhalb weniger Stunden wurden die Einsatzkräfte am 20. August gerufen. Zunächst unterstützten die Tenglinger ihre Kollegen aus Taching beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Haunerting. Ein Stall, in dem 20 Kühe untergebracht waren, stand in Flammen. Trotz aller Bemühungen konnte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus nicht vollständig verhindert werden. Der Sachschaden belief sich auf rund 250.000 Euro. Stunden später wurde ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in Wimpasing bei einem Brand vollständig zerstört; hier entstand ein Sachschaden von mehr als 100.000 Euro. In beiden Fällen konnte die Polizei Brandstiftung nicht nachweisen.

Aktuell zählt die Tenglinger Wehr 62 Aktive, darunter zwölf Damen und 19 Atemschutzträger. Der Jugendgruppe gehören zurzeit acht Buben und Mädchen an. Neben den vielen Einsatzstunden und regelmäßigen Übungsabenden absolvierten die Feuerwehrler diverse Lehrgänge und Fortbildungen auf Kreisebene. Eine Gruppe junger Tenglinger Floriansjünger legte zudem die THL-Leistungsprüfung ab. Abschließend dankte der Kommandant allen Feuerwehraktiven für ihre Unterstützung, den Zusammenhalt und die gute Kameradschaft.

Andreas Kraller, Vorstand des Feuerwehrvereins, gab einen kurzen Abriss über die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr mit der Teilnahme an den Feuerwehr-Jubiläen in Rabenden, Teisendorf und Lieobendorf, dem Ausflug der Tenglinger Floriansjünger ins Feuerwehrmuseum Waldkraiburg mit anschließender Floßfahrt auf der Alz und Brauereibesichtigung sowie der Fahrzeugweihe der Nachbarwehr aus Taching. Am „Feuerwehrtag“ im Rahmen des gemeindlichen Kinderferienprogramms beteiligten sich 17 Buben und Mädchen, die unter anderem eine Rundfahrt mit einem der Einsatzfahrzeuge unternahmen, das Löschen übten sowie an der „Süßigkeiten-Schleuder“ ihre Geschicklichkeit beweisen konnten. Am Volkstrauertag beteiligten sich die Tenglinger Aktiven mit einer Fahnenabordnung und auch 2016 wurde am Dorfplatz wieder der stimmungsvolle Adventsmarkt organisiert, der erneut eine große Schar an Besuchern aus nah und fern anzog.

Christina Leitner und Ramona Müller informierten die Versammlung über einen soliden Kassenstand. Größte Einnahmequelle im abgelaufenen Jahr war der Adventsmarkt; dem gegenüber stand die Anschaffung neuer Vereinsshirts, mit denen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Tengling nunmehr wieder bestens ausgestattet sind. Dem Feuerwehrverein gehören derzeit 122 Mitglieder an.

Anerkennung zollte Zweiter Bürgermeister Christoph Wamsler in Vertretung von Bürgermeisterin Ursula Haas den Feuerwehrlern für ihren unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde und alle ihre Bürger: „Aufgrund der guten Ausrüstung, der guten Ausbildung und des guten Personalstands seid ihr für alle Anforderungen bestens gerüstet.“ Der stellvertretende Gemeindechef würdigte die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Tengling und Taching und wünschte den Aktiven ein Jahr ohne große Brände, ohne schwere Unfälle „und dass ihr von euren Einsätzen und Übungen stets gesund heim kehrt.“

„Ein freiwilliges Netz an Feuerwehrlern ist unverzichtbar in der Gesellschaft“, unterstrich Kreisbrandinspektor Günter Wambach in seinem Grußwort. Die Einsätze seien das, was die Öffentlichkeit mitbekomme. „Aber um einen Einsatz sauber abarbeiten zu können, bedarf es großer Übung und unermüdlicher Einsatzbereitschaft“, stellte Wambach heraus. Er würdigte die gute Ausrüstung, den vorbildlichen Leistungsstand der Aktiven und die lobenswerte Jugendarbeit der Tenglinger Floriansjünger. Er ermunterte die Verantwortlichen, in diesem Engagement nicht nachzulassen: „Die Jugend ist die Zukunft der Feuerwehr“, bekräftigte er. Wambach spornte die Anwesenden an, auch künftig zahlreich an den Fortbildungen der Inspektion teilzunehmen: „Die Lehrgänge sind wichtig, um sich ein gewisses Basiswissen anzueignen.“

Des Weiteren informierte der Kreisbrandinspektor über das weitere Vorgehen hinsichtlich der TETRA-Alarmierung. Nachdem im Vorjahr der Ausbau des Digitalfunknetzes in Bayern abgeschlossen wurde, startet heuer die mehrstufige Einführung der Digitalen Alarmierung. „Diese sieht vor, in den ersten zwei Quartalen die Alarmierungssoftware in der Integrierten Lehrleitstelle an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried einzuspielen und dort auch die ersten Tests und Belastungsproben vorzunehmen“, erläuterte Wambach. Sollten diese Versuche erfolgreich verlaufen, werde die Software in zwei Pilotleitstellen eingespielt und parallel zur analogen Alarmierung erprobt. Die flächendeckende Einführung kündigte der Kreisbrandinspektor für Ende 2018/Anfang 2019 an. mia

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